Sinagoga di Gorizia
Die Synagoge von Görz im alten Ghetto des Stadtteils San Giovanni ist die älteste der Region und stellt einen der bedeutendsten Orte der lokalen jüdischen Geschichte dar. Die ersten Spuren der Gemeinde reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, doch erst Ende des 15. Jahrhunderts ließen sich Juden dauerhaft in der Stadt nieder. Das erste Oratorium wurde 1699 erbaut und 1756 durch die noch heute bestehende öffentliche Synagoge ersetzt. Das Gebäude im aschkenasischen Ritus zeichnet sich durch einen schlichten Stil mit neoklassizistischen Elementen aus: Der nach Jerusalem ausgerichtete Hauptsaal beherbergt den Aron Haqodesh und die Bima, während eine hölzerne Galerie um den gesamten Umfang verläuft. An der Außenseite symbolisieren fünf Fenster die Bücher der Thora. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Görzer Gemeinde fast vollständig deportiert, doch die Synagoge blieb ein Ort der Erinnerung und Identität. Aufgrund ihrer Vitalität wurde Görz „das kleine Jerusalem am Isonzo“ genannt.
Via Graziadio Isaia Ascoli, 19, 34170 Gorizia GO